Was kommt einem spontan in den Sinn, wenn man dieses Wort hört?
Rote Rosen?
Brautsträuße?
Blumen für die Brautjungfern?
Blumen am Anzug des Bräutigams?
Tischdekoration?
Blumenmädchen?
Blumen an der Hochzeitskutsche?
Mir kommen da als allererstes die Bräute in den Sinn, die etwa ne Woche vor ihrer Hochzeit bei uns ihre Hochzeitsblumen ordern. EINE Woche vorher, das würd ich Deutschland kaum einer machen.
Als zweites kommen mir dann die vereinzelten, wirklich wenigen Bräut in den Sinn, die die lumen für November ordern wollen. Sehr erstaunlich, das bedeutet, diese Braut plant tatsächlich 9 Monate voraus, und das hier in Neuseeland, wow. Sie meinte sie wolle organisiert sein ;)
Und als drittes kommt mir dann die Braut in den Sinn, die heute kurz vor Schluss mit ihren mini-roten Vase, oder eher Blumenschale, etwas zerzaust bei uns im Laden stand. Sie meinte sie heiratet morgen, hat heute Kleid und Schuhe gekauft und das Essen organisiert, das einzige was jetzt noch fehlt, wären die Blumen für auf die Tische :)
Ich würde sagen, das ist der typische neuseeländische Weg an eine Hochzeit ranzugehen.
Dass sie heiratet steht aber wohl schon länger fest.
Bei euch blüht der Frühling, bei uns bricht der Herbst an, man kann die Berge fast täglich sehen, die Leute heiraten wie sonst was und wir haben keine Blumen.
Für uns bedeutet also jede weitere Hochzeit Stress und oft auch noch hysterische Bräute. Schlimm genug, dass die Kunden sowieso schon so auf Blumen abgehen. Da liegt es fern jeglicher Vorstellungen, dass wir mal keine Blumen haben.
>Warum denn nicht?
-Blumen wachsen nun mal nicht immer.
>Habt ihr wirklich keine Blumen?
-Nein, sorry tut mir leid. Und in Gedanken dann: Neiiiiiin verdammt.
Und in vier wochen ist Ostern, total verrückt, im Herbst. Das kann doch nix anständiges sein.
Was ich dann machen werde?
Auto kaufen und meine letzten Arbeitstage genießen.
Freitag, 29. Februar 2008
Montag, 25. Februar 2008
Das Loch ist gestopft und die Äpfel sind reif
Nun ist es ja zu meinem persönlichen Entsetzen schon eine Weile her, dass ich euch hier etwas wissen lassen habe. Das hätte ich nach meiner persönlichen Einschätzung nicht gedacht. Aber die Zeit vergeht wirklich wie im Fluge und ich bin sowas von beschäftigt, das nehm ich selber kaum wahr.
Was währenddessen passiert ist:
Die ersten Nächte nach dem nächtlichen Zwichenfall waren etwas schlaflos, das hat sich aber auch wieder geändert.
Mim Klettern gehts vorwärts in der Cave, die Route, die ich mir ausgesucht hatte hab ich zwar noch nicht gemacht, aber ich komme meiner alten Form ein Stückchen näher, das ist schon mal sehr sehr erfreulich. Letzte Woche ist dann dummerweise ein Griff rasugebrochen. Nicht nur irgendein Griff in der Route, nein es WAR der dickste Schüttelhenkel, der einzige wo man wirrklich ne Weile bleiben konnte und den ich auch noch als großen Tritt brauche. Naja halb so schlimm, vieleicht ist es jetzt so eine richtige 7c.
Das Wetter macht was es will und zeigt sich von seiner typisch neuseeländischen Seite. Fast die ganze letzte Woche hat es mehr oder weniger geregnet und es war windig. Auf dem Weg zur Arbeit und zurück bin ich also an ein paar Tagen mehr als klitschnaß geworden. Es war so kalt, dass wir hier sogar den Kamin angefeuert haben, wofür wir natürlich zu wenig Holz hatten. Da denkt hier ja keiner dran, das in die Garage oä zu räumen - es war genauso klitschnaß wie ich nach meinem Weg zur Arbeit. Naja aber selbst mit den Resten vom Tisch wurde es nicht wirklich warm hier drinn, die Häuser hier sind mal sowas von überhaupt gar nicht isoliert. Also haben wir die Wochenendabende im Schlafsack vor Kamin und TV verbracht.
Ansonsten haben wir uns mit Bier, Mousse-au-chocolat und Tee aufgewärmt.
Wie durch ein Wunder war am Sonntag dann wieder strahlender Sonnenschein und wir konnten wie geplant, ganz ungewöhnlich, denn egtl ist hier überhaupt gar nix geplant, zu Greg's Geburtstags-Trip aufbrechen.
Das war schon ordentlich hart, an dem einzigen Tag wo ich egtl hätte ausschlafen können morgens um kurz vor Neun aufzustehen, naja sagen wir mehr von Regina aus dem Bett gescheucht zu werden.
Um halb Zehn, etwas abweichend von dem Plan, sind wir dann aufgebrochen und haben uns erst mal im Warehouse mit Fahrgefährten eingedeckt.
Der Plan :) war nämlich auf dem Hanganui riverfloaten zu gehen. Also das ist ein Fluss. Ziemlich waghalsig, nach 3 Tagen strömendem Regen, aber gut eingedeckt mit Neoprenanzügen, Helmen und der Fluß-erfahrenen Hayle ist uns nichts ernsthaftes passiert.
Egtl wollten Regina und ich uns auch einen großen aufblasbaren Donut kaufen, da hat uns Bene aber den letzten vor der Nase weggeschnappt.
Da blieb dann für uns beide zusammen noch ein für Kinder ausgelegter, gelb-pinker Gummi-Dinosaurier mit vier Henkeln übrig. Als wir den gekauft haben, haben wir natürlich nicht bedacht, dass dieses Ding ungefähr das unstabilste Gefährt ist, was man sich überhaupt vorstellen kann, um einen Fluss runterzufließen.
Angekommen, haben wir erst mal ne Weile gebraucht, bis alle (etwa 20 Leute) ihre Gummi-Dinger aufgeblasen haben. Dann gings auf die Teststrecke, die nicht all zu ruhig war. Unser erster Versuch ist selbstverständlich kläglicher gescheitert, als man sich vorstellen kann. Regina meinte wir sollten uns nach hinten lehnen, das hatten wir vorher gar nicht abgesprochen, und eh sie das getan hatte, hat sie schon den Halt, ja trotz der großen Henkel, verloren und ist ohne Alles durch die Strudel geflossen. Aber sie hats überlebt.
Ich bin dann mehr unter dem Dingen als alles andere durch die Strudel getrieben worden und habe mir an jedem erdenklich möglichen Stein die Beine angeschlagen. Das war nicht gerade schmerzfrei, aber no pain - no game.
Kurzerhand haben wir dann entschlossen uns doch zu zweit auf den Dino zu schwingen und den Fluß in Angriff zu nehmen, diesmal haben wir uns aber nach vorne gelehnt und es hat funktioniert.
Die ganz krassen Passagen haben wir dann ausgelassen und sind am Rand entlanggelaufen aber mit zunehmender Flussstrecke haben wir mit vereinten Kräften den Dino, und den Fluss mehr oder weniger unter Kontrolle bekommen. Das war ein Spaß sag ich euch, vor allem wenn man den Dreh raus hat und die vorbeischwimmende Landschaft genießen kann.
Wenn man mal davon absieht, dass ich einmal mit dem Dino auf einem einzelnen Felsen aufgelaufen bin, nicht mehr vor, zurück oder seitwärts konnte, da war der Fluss dann ziemlich reißend, und mich der Dino beinahe, da es so windig war, ins Waser gezogen hätte. Aber danke Hayle und Steve konnte ich auch von da gerettet werden.
Was für ein Jammer war es, als wir dann nach 2 1/2 Stunden am Ende unserer Strecke waren. Wer weiß, vllt schaffen wir es ja nochmal dorthin, bevor ich von meinem Platz hier, wo ich dann für 2 1/2 Monate wirklich gelebt habe, aufbreche um die Schönheit der neuseeländischen Südinsel zu entdecken und genießen.
Nunja, ansonsten läuft bei uns in der Arbeit zur Zeit alles drunter und drüber. Seit dem Valentinstag sind einfach keine Blumen da. Bei schlechterem Wetter wachsen die auch verständlicherweise nicht so gut. Und unser Chef ist womöglich etwas wirr im Kopf und lässt dann eher 5 Leute Unkraut zupfen als die Blumen, die da sind zu ernten. Das endet dann in einem Desaster an jedem Samstag, an dem es die meisten nicht einsehen zu arbeiten, wir also generell immer zu wenig leute für die Horde von Kunden sind und sowieso zu wenig erfahrene Leute. Unglaublich, so viele Kundern können dann einfach nicht verstehen, dass wir halt nicht immer Blumen haben und flehen uns regelrecht an, irgendwas aus dem Fridge zu holen. Da ist es dann verdammt erstaunlich, dass wir trotzdem wir egtl kaum Blumen hatten, dann doch irgendwie 1000$ mehr in die Kasse bekommen, als sonst.
Ansonsten war ich jetzt mal ne halbe Woche krank, das verkraftet mein Körper irgendwie nicht so einfach, ständig ein anderes Wetter und dann immer bei der Arbeit von der bulligen Hitze im Gewächshaus in den eisig kalten Fridge. Aber das wird auch wieder besser.
Und es ist ein wahres Vergnügen für mich, wenn ich nach der Arbeit nach hause komme, kein anderer da ist und ich mich auf den Wohnzimmerboden flätzen kann und da ne ganze Weile mit Blick aufs Meer und dahinter die Berge einfach nur liege und Yoga mache. Oder an den heißen Tagen zwichen Terasse und Pool hin und her pendle. Heute war es noch bis halb Acht total sonnig und heiß.
Und ich habe ein Auto. Also ich habe es noch nicht, aber ich weiß welches ich zu 99,9% kaufen werde. Und gestern habe ich ne Probefahrt darin gemacht. Das war ein Spektakel, das kann ich euch aber versichern :)
Wie stellt ihr euch Hanna nach 3 Monaten ohne Auto fahren und dann auch noch mit Linksverkehr in einem riesigen weißen Toyota Corona, bei dem sie nicht sehen kann wo er anfängt und aufhört, vor?
Genau so, es war ein ziemliches Chaos. Da musste ich mir erst mal klar machen, wo Bremse, Kupplung und Gas ist, dass der Schaltknüppel in den hiesgen Autos auf der linken Seite ist und der Blinker mit der rechten Hand zu bedienen ist. Und ich habe mich definitiv wie in meiner ersten Fahrstunde gefühlt - Blinken, Schalten, in den Spiegel gucken, Bremsen und dann auch noch Abbiegen, alles andersherum und auch noch gleichzeitig, zum Glück fährt man hier nicht auch noch rückwärts.
Der Unterscheid zu meiner ersten Fahrstunde bestand nur darin, dass ich gestern nicht ganz so lange gebraucht habe um das auf die Reihe zu bekommen ;)
Unser Vermieter war gestern da um unser Loch in der Wand zu stopfen, bzw vielmehr um ein größeres Loch in die Wand zu schneiden, währenddessen ich dachte, er bricht gleich durch ins Badezimmer, um dann ein neues Stück Wand einzufügen.
Und es scheint Herbst zu werden. Unsere Aprikosen im Garten sind over und die Vögel haben ihr übriges getan, die Pflaumen neigen sich auch dem Ende und die Äpfel werden langsam genießbar. Hoffe ich mal, dass die Birnen auch noch zu ihrer Reife kommen, solange ich hier bin.
Gesten abend gab es ne winzige Barbeque-Party bei uns, irgendwie mussten wir ja Stev's A mit Auszeichnug in seiner Master-Thesis feiern. Zur Feier dessen gab es dann Bambi-Burger und Maiskolben.
Maiskolben sind hier zur Zeit das günstigste was man kriegen kann. Insofern sie nicht ausverkauft sind, wie heute, kein Wunder bei umgerechnet 30 €-cent pro Kolben geht das ratzfatz.
Der Donnerstag ist auch wieder normal geworden, keine besonderen Vorkommnisse.
Samstag, 9. Februar 2008
Die mythischen Donnerstage
Und nen Alltag gibt es hier sowieso nicht
Wie scheinbar alles begann:
An dem Donnerstag vor 2 Wochen hat sich Greg, einer meiner Mitbewohner beim Mountainbiken so flach gelegt, dass er danach für 10 Tage nen Gips tragen musste. Es war nicht von vorneherein klar ob das Handgelöen gebrochen ist oder nicht. Am Montag hatte sich dann schließlich rausgestellt, dass es nicht gebrochen war. Das tolle Ereigniss an diesem Tag wiederum war, dass ich meinen Job in der Gärtnerei bekommen habe.
Dann der nächste Donnerstag, spontan gabs bei und ne Grill-Party, wo unter anderem ein Freund von Regina kam, der mit 2 anderen Deutschen unterwegs war, einen davon kannte ich zufällig und der andere war auch aus Köln. Die kamen vom Klettern hier ganz in der Nähe und erzählten von einem, der beim klippen der dritten Exe auf den Boden geknallt ist.
Gesprächsstoff hatten wir genug, bis dann Shane nach hause kam und zwar mit nem demulierten Knie, er konnte die dritte Exe nicht klippen und ist auf den Boden geknalllt, da trafen sich dann bei uns bekannte Gesichter.
Wieder ein Tag mit einem positiven und einem negativen Ereignis und shane war der zweite von drei männlichen Mitbewohnern.
Also Steve war bisher unversehrt und er war es immernoch, als ich gesternabend von der Cave, einr super-geilen Kletter-Session nach hause kam. Er hat eifrig unsere Küche geputz. Also alles nur Zufall, das positive Donnerstags-Ereignis bleibt, das negative nicht.
Etwa 3 Uhr in der Nacht werd ich wach von gepolter in unserem Haus, was mag das wohl sein, alles sind doch schon längst ins Bett gegangen. Aus meinem tiefsten Schlaf gerissen, konnte ich nicht verstehen was und wer da in unserem Flur die Treppe runtergepoltert ist, ob ich die Stimmen kenne die da reden oder nicht. Keine Ahnung warum, aber ich dachte, die 2 verbleibenden Jungs, der mit dem demulierten Knie ist gestern ausgezogen, würden ein Opossum in unserem Haus jagen.
Grade beschlossen mich nicht weiter für das ,,Opossum'' zu interessieren, schien das orangene Licht der Polizeiwagen durch mein Fenster.
Hab ja noch nie eins gesehen, vllt war das Opossum strärker als Steve und es hat ihn zerfleischt?
Nein es war kein Opossum. In unserem Flur stand eine Horde von Police-Officern und in Shane's Zimmer, der grade ausgeszogen ist, lag ein 14-jähriger Junge, mit Panzertape gefesselt und demulierten Gesicht auf dem Boden, in der Wand ein Loch.
Das negative Ereignis blieb also doch nicht ganz aus.
Wie sich herausstellte, er wohnt in der selben Straße wie wir, ist durch eines der geöffneten Fenster eingestigen, mit aller Seelenruhe durch Steve's Zimmer geschlendert und dann durch Gregs, bis der wach wurde, ihn die Treppe runtergejagt und verprügelt hat.
Sie haben ihn mit Steigeisen bedroht und geducktaped.
Sein Vater ist Deutscher und er hat vorher unsere Post durchwühlt.
Vermutlich ist er krank oder gestört, die Entschuldigung hat er in akzentfreiem Deutsch rausgewürgt aber ich denke nicht ernst gemeint.
Die Polizei meinte, sowas wär hier noch nie passiert, für die ein abwechslungsreicher Einsatz.
Tja für uns bedeutet das ein merkwürdiges Gefühl wenn man zurück nach hause kommt und hier im Haus und vor allem geschlossenen Fenster und Türen.
Wer weiß was nächsten Donnerstag kommt ;) vllt 2 positive Ereignisse.
Wie scheinbar alles begann:
An dem Donnerstag vor 2 Wochen hat sich Greg, einer meiner Mitbewohner beim Mountainbiken so flach gelegt, dass er danach für 10 Tage nen Gips tragen musste. Es war nicht von vorneherein klar ob das Handgelöen gebrochen ist oder nicht. Am Montag hatte sich dann schließlich rausgestellt, dass es nicht gebrochen war. Das tolle Ereigniss an diesem Tag wiederum war, dass ich meinen Job in der Gärtnerei bekommen habe.
Dann der nächste Donnerstag, spontan gabs bei und ne Grill-Party, wo unter anderem ein Freund von Regina kam, der mit 2 anderen Deutschen unterwegs war, einen davon kannte ich zufällig und der andere war auch aus Köln. Die kamen vom Klettern hier ganz in der Nähe und erzählten von einem, der beim klippen der dritten Exe auf den Boden geknallt ist.
Gesprächsstoff hatten wir genug, bis dann Shane nach hause kam und zwar mit nem demulierten Knie, er konnte die dritte Exe nicht klippen und ist auf den Boden geknalllt, da trafen sich dann bei uns bekannte Gesichter.
Wieder ein Tag mit einem positiven und einem negativen Ereignis und shane war der zweite von drei männlichen Mitbewohnern.
Also Steve war bisher unversehrt und er war es immernoch, als ich gesternabend von der Cave, einr super-geilen Kletter-Session nach hause kam. Er hat eifrig unsere Küche geputz. Also alles nur Zufall, das positive Donnerstags-Ereignis bleibt, das negative nicht.
Etwa 3 Uhr in der Nacht werd ich wach von gepolter in unserem Haus, was mag das wohl sein, alles sind doch schon längst ins Bett gegangen. Aus meinem tiefsten Schlaf gerissen, konnte ich nicht verstehen was und wer da in unserem Flur die Treppe runtergepoltert ist, ob ich die Stimmen kenne die da reden oder nicht. Keine Ahnung warum, aber ich dachte, die 2 verbleibenden Jungs, der mit dem demulierten Knie ist gestern ausgezogen, würden ein Opossum in unserem Haus jagen.
Grade beschlossen mich nicht weiter für das ,,Opossum'' zu interessieren, schien das orangene Licht der Polizeiwagen durch mein Fenster.
Hab ja noch nie eins gesehen, vllt war das Opossum strärker als Steve und es hat ihn zerfleischt?
Nein es war kein Opossum. In unserem Flur stand eine Horde von Police-Officern und in Shane's Zimmer, der grade ausgeszogen ist, lag ein 14-jähriger Junge, mit Panzertape gefesselt und demulierten Gesicht auf dem Boden, in der Wand ein Loch.
Das negative Ereignis blieb also doch nicht ganz aus.
Wie sich herausstellte, er wohnt in der selben Straße wie wir, ist durch eines der geöffneten Fenster eingestigen, mit aller Seelenruhe durch Steve's Zimmer geschlendert und dann durch Gregs, bis der wach wurde, ihn die Treppe runtergejagt und verprügelt hat.
Sie haben ihn mit Steigeisen bedroht und geducktaped.
Sein Vater ist Deutscher und er hat vorher unsere Post durchwühlt.
Vermutlich ist er krank oder gestört, die Entschuldigung hat er in akzentfreiem Deutsch rausgewürgt aber ich denke nicht ernst gemeint.
Die Polizei meinte, sowas wär hier noch nie passiert, für die ein abwechslungsreicher Einsatz.
Tja für uns bedeutet das ein merkwürdiges Gefühl wenn man zurück nach hause kommt und hier im Haus und vor allem geschlossenen Fenster und Türen.
Wer weiß was nächsten Donnerstag kommt ;) vllt 2 positive Ereignisse.
Mittwoch, 6. Februar 2008
Rote Rosen haben spitze Dornen
Nachdem hier gestern echt mal verdammt herbstliches Wetter war, mit eisigen Temperaturen, starkem Wind und fiseligem Nieselregen, ist es heute zum Glück wieder schön und wärmer. Es ist so schön, dass man sogar die Berge in der Ferne erkennen kann. Die konnte ich bisher nur an meinen ersten Tagen hier sehen, seitdem waren sie hinter Dunst oder Wolken verschwunden.
Mit dem gestrigen Tag ist doch tatsächlich schon meine vierte Woche hier in diesem schönen Haus angebrochen, die Zeit rennt und eh man sich versieht hat sie einen überholt.
Mein Zeitmanagment muss ich unbedingt optimieren, bzw überhaupt erst mal ein brauchbares entwickeln. Bei 41 Stunden arbeiten pro Woche, pro Tag 1 1/2 Stunden Anmarsch, Klettern und spontanen Barbequepartys in der Woche, bleibt da irgendwie nicht genug Zeit zum schlafen, und wer mich kennt, der weiß, dass ich davon genug brauche.
Wie ich mitbekommen habe, habt ihr fast alle schön fleißig Karneval gefeiert, da hab ich ja dann doch ein bisschen Sehnsucht nach. Vor allem einfach mal die Sau raus lassen, das ist hier in der Art und Weise nicht so üblich. Und was hier auch rehct unüblich, oder sagen wir mal nicht so gern gesehen bzw gehört ist, ist eine ehrliche Meinung. Da wird man schon mal schnell mit großen Augenb angeschaut, nach dem Motto: Hanna, das kannst du doch jetzt nicht so einfach sagen.
Also glanzklar, mein Leben könnt ich hier nicht verbringen, da würd ich glaube ich innerlich verkümmern. Naja für begrenzte Zeit übersteh ich das schon. Und egtl kennt mich doch hier eh keiner ;)
Meine Arbeit bestand die letzte Woche zum größten Teil darin, die Töpfe der Gerberas (weiß nicht wie die auf Deutsch heißen) zu befüllen und die kleinen Pflänzchen einzupflanzen. Da ist das dann sehr schön zu sehen, welche Arbeit man vollbracht hat, wenn dann das ganze Glashaus, was vorher total leer war, mit den Plänzchen befüllt ist. Und das allerbeste ist, dass die nur 1 Monat brauchen bis die fertig sind, dann kann ich die auch noch picken ;)
Ganz toll war heute morgen das Unkraut zwichen den Prärierosen zu jähten, die sind ne Golgrube für uns. Bestimmt nicht weil ich auf Unkraut jähten stehe, sondern, weil ich dann mal 3 Stunden mit niemandem reden musste und einfach meine Ruhe hatte. Das ist hier etwas kompliziert, wenn man mit 6 Leuten zusammen wohnt.
Später hab ich mit unserem Chef die Rosensträucher geschnitten und Rote Rosen haben spitze Dornen, die verdammt gerne in mir stecken bleiben.
In einer deutschen Gärtnerei hätte mich womöglich keiner so schnell an seine Rosen gelassen. Mama erinnerst du dich an den Rosengarten in Ceüse und an den Duft der Rosen dort, an genau das habe ich heute gedacht, als ich da zwichen den Rosenbüschen gehockt hab.
Stellt euch vor, gestern hatten wir ne Braut am Telefon, die angefangen hat zu heulen, weil wir die Rosen, die sie gerne für ihre Hochzeit am Wochenende hätte, nicht haben, was sollen wir denn da noch machen. Wir verkaufen nur das, was in den Glashäusern dort gewachsen ist und wenn es nicht gewachsen ist, dann ist es nicht gewachsen, also können wir es nicht verkaufen.
Je nachdem was man da 8 Stunden am Tag macht, ist das ja alles schon ganz schön anstrengend, aber trotzdem denke ich, nen besseren Job hätte ich nicht finden können.
Morgen ist hier Feiertag -Waitangiday- ist glaube sowas wie ein Nationalfeiertag, der Jahrestag von der Unterzeichnung der Waitangiverträge. Das bedeutet natürlich day-off, kommt mir grade recht, dann können wir morgen den ganzen Tag klettern gehen.
Ach ja, hier sehen die Arbeitsverträge etwas anders aus:
Employment Contract Terms
As set out by the Government with emphasis on being reasonable with reciprocal responsibilities and letting each other know of any problems or changes requird.
Insofern man das als Vertrag bezeichnen kann :)
Ist egtl jemandem das Underworld-Foto aufgefallen?
Ich glaube die meisten Neuseeländer können nicht nichts tun. Nicht, dass ich diese Bevölkerung vollends untersucht und erforscht hätte, aber dieser Eindruck wächst und gedeiht und verstärkt sich von Zeit zu Zeit . Die sind einfach wirklich immer beschäftigt und unternehmen irgendwas und sind auch immer von allem total begeistert, egal von was.
Manchmal habe ich bei einigen von denen den Eindruck, die reden sich alles schön und zurecht und leben weit ab von allen anderen hier auf ihren Inselchen. Naja andre Länder andre Sitten :)
Damit will ich jetzt nicht sagen, dass die alle so sind aber meine Wahrnehmung schläft ja nie.
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