Mittwoch, 30. Januar 2008

Bad Things Gone Good

Aus Kiwis wurden Lilien


Aber hallo, das kann man wohl sagen und was für welche.
Ich hatte die Hoffnung ja schon fast aufgegeben, hier einen Job zu finden, aber dann ist es doch passiert.
Und jetzt arbeite ich einen Ort weiter in einer Gärtnerei. Normalerweise 8 Stunden am Tag, außer Mittwoch und Samstag, da hab ich nur nen halben Tag und sonntags frei. Das ist auch gut so. Denn sonst würd ich das nicht lange durchhalten, meistens geht dann abends noch irgendjemand klettern und da kann ich ja nicht Nein sagen, und nur wenig machen kann ich ja dann auch nicht, sodass ich mich jeden morgen um 6 / 6.30 aus dem Bett quälen muss. Dann hab ich nen Fußmarsch, ca. 40-50 Min. vor mir.
Und das allerbeste ist, die Arbeit macht teilweise echt Spaß, das hätte ich vorher echt nicht erwartet. Bisher stand ich im Shop, habe Nelken präpariert, verkauft, Blumensträuße gebunden, Lilien präpariert, Lilien geerntet, dabei wurde ich mitunter gelb-orange von oben bis unten und das geht definitiv nie wieder raus.
Und heute habe ich Prärie-Rosen gepflanzt.
Die ganze Gärtnerei ist ein Familienunternehmen, vormittags und nachmittags gibt es in der Küche von old Mrs und Mr Baxter Tea-Sessions mit frischgebackenen Skones oder Cookies, was will ich mehr.
Schon erstaunlich wieviele Blumen da jeden Tag übern Tisch gehen und vor allem wie die ganzen schönen Blumen heranwachsen, das ist um einges ansehnlicher als Kiwis. Seit Te Puke habe ich auch keine mehr gegessen.

Unser schönes Haus wird also von Tag zu Tag voller mit Nelken, Rosen und Lilien die ich mitnehmen darf und wirklich zu schade für den Boden sind. Ganz klar in unserer WG gibt es nicht viele Vasen, also müssen die Zipferl-Bierflaschen her und mit den Rosa-Weiß-Pinken Lilien dadrin hat das schon wieder Stil.

In unseren Swimmingpool hab ich mich mal richtig verliebt, den ziehe ich momentan dem Strand vor. Da ist es einfach zu voll, zu viele Menschen und den Pool habe ich fast immer für mich alleine. Meine Mitbewohner bevorzugen den Spapool, selbst bei warmem Wetter, da halt ich es mit Bier aber nicht länger als 10 Min drin aus. Da merkt man dann, dass die alle 5-10 Jahre älter sind und das kühle Nass unseres Pools nicht mehr wirklich so zu schätzen wissen.

Im Großen und Ganzen ist meine gegenwärtige Lebenssituation also ziemlich perfekt momentan. Bei der neben der Arbeit verbleibenden Zeit bin ich fast ausschließlich klettern, was den kleinen Nebeneffekt hat, dass ich, wie gesagt, morgens ziemlich dazu neige zu verschlafen.
Aber meine Güte, das Leben ist ja kein Ponyhof und von Nix kommt Nix ;)

Was mir grade fehlt ist ein ordentlicher Tritt in den Arsch, dass ich endlich nochmal ein paar von den tausenden Fotos hochlade. Das werde ich aber wohl irgendwie hoffentlich auf die Reihe bekommen.

Sonntag, 27. Januar 2008

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ganz kurz:

jeder kann jetzt kommentieren

ich hab nen job

sonja geht leider morgen

wir ernten frische aprikosen, pflaumen, äpfel und minze aus unserem garten

mir gehts gut

Dienstag, 22. Januar 2008

World Buskers Festival

Voilá, nach einer Woche Abstinenz hört ihr nochmal auf diesem Wege, wie gut es mir eigentlich geht und was sich hier alles für tolle Dinge ereignen. Aufgefallen sein sollte euc auf jeden Fall, dass ich auf Groß- und Kleinschreibung achte und schon ein Umlaut hier aufgetaucht ist. Das ist dank Regina möglich, ihren
Lap-Top darf ich den ganzen Tag benutzen, solange sie arbeiten ist.

Seit letzter Woche Montag wohne ich hier in Redcliffs, einem Suburb von Christchurch, der größten Stadt der Südinsel, in einer 6er-WG. Aber was für einer WG. Aus unserer Fensterfront raus, haben wir freien Blick auf die Bucht, quasi Meer, die Berge und in unserem Garten haben wir nen Pool, wow oder?

Heute ist leider nicht das allerbeste Wetter, die Berge kann man z Bsp nicht sehen. Rechts gehts dann richtig zum Meer und zum Strand, da kann man Surfen und ganz viel Seakayaking machen. Und hinter uns die Hills weiter hinauf, gehts zu den Kletterfelsen, mim Auto ca 10 Min. Und das ist auch gut so, denn die Kletterhallen hier, sind der absolute Scheiss. Aber das Gebiet hier in der Nähe ist echt gar nicht so schlecht, da war ich schon 2 Mal, mit Leuten hier aus unsere WG, die Klettern auch.

Mit Sonja habe ich mich in den letzten Tagen auch schon getroffen, das ist echt super, jemanden von zu Hause hier zu treffen und das werden wir mit Sichherheit wiederhohlen, solange sie noch hier in Christchurch ist.

Seit letzter Woche findet auf den Straßen Christchurchs, das World Buskers Festival statt. Das ist super! Da kommen unglaublich viele Strassenartisten aus der ganzen Welt hier auf die Insel der langen weissen Wolken nach Christchurch um hier zu performen, und einige von denen sind echt verdammt gut. Freitagabend haben wir ne Akrobatikshow vom allerfeinsten gesehen, mit Feuer und allem. An dem Abend habe ich leider festgestellt, dass es hier einfach kein gutes Bier gibt, ich denke ich werde auf Weisswein umsteigen, der ist verdammt gut hier.

Da entsteht doch ein scheinbar perfektes Bild von meinem Leben hier, eine kleine, aber doch recht einflussreiche Schwachstelle hat das ganze, denn bisher habe ich keinen Job gefunden. Ich hoffe das ändert sich schleunigst.

Ich denke in nächster Zeit werde ich dann auch nochmal einige Bilder hochladen und mir vor allem ein bessere Fotoalbum aussuchen. Und vllt verändert sich ja noch mehr, wer weiß ;)

Sonntag, 13. Januar 2008

kurze news

seit gestern bin ich in wellington, sehr schoene stadt gefaellt mir gut, sehr alternativ. eben habe ich per internet meinen flug nach christchurch fuer morgenfrueh gebucht, ich hoffe das klappt alles. das mit den fotos klappt mal wieder nicht so bsonders aber ich werde es weiterhin versuchen, dafuer brauche ich viel ruhe, zeit, geduld und verstand, vor allem alles gleichzeitig.
die letzte woche habe ich im tongariro national park verbracht, abgesehen von den ersten beiden regentagen waren die beiden tage danach super. das crossing war echt schoen, nur viel zu viele menschen, also bin ich am tag drauf den mt ruapehu hoch geklettert, der groesste vulkan neuseelands mit schnee, felsen, ohne viele menschen und einer traumhaften aussicht. man konnte den schnee schmelzen und die kleinen steinchen kullern hoeren.
und der abend in der schnapps bar, war dank eines spendablen amerikaners um sonst und verdammt amuesant fuer mich.

dann hoffe ich nur noch, dass ich in christchurch auch bald einen job finde.

Mittwoch, 9. Januar 2008

underworld

waitomo
wai steht fuer wasser und tomo fuer schacht oder hoehle, auf maori. denn in watiomo gibt es 2 welten, eine ueber der erde und eine unter der erde, ueber 300 hoehlen gibt es dort im umkreis. in dem dorf gibt es egtl nix ausser ein paar buchungsbueros wo man die ganzen touren buchen kann. sehr beruehmt ist dieser ort fuer seine glowworms in den hoehlen. sehr touristsch ging es dort zu und ich war fuer 2 tage dort.
super gespraeche hatte ich in meiem hostel mit pool, mit koreanerinnen, thailaenderinnen und einer schweitzerin. und zu guter letzt habe ich doch tatsaechlich ein mädchen aus aachen getroffen.
hin und her habe ich ueberlegt ob ich eine tour machen soll, denn hoehlen sind schon mit die interessantesten dinge die es gibt auf diesem planeten, was da fuer wunderwerke unter der erde entstehen kann man sich meist ja ueberhaupt nicht vorstellen. vor allem hatte ich sorge, dass ich eventuell wieder ne ganze menge geld ausgeben wuerde und es dann furchtbar langweilig wuerde.
also nahm ich mir noch mal ein paar stunden zeit und dachte drueber nach waehrend ich den waitomo-walkway entlanging, wo ich zum schluss auch durch wein paar hoehlen ging. also war fuer mich klar, ich muss eine tour machen um zu sehen uhd zu entdecken, was sich hier unter der erde verbirgt.
am naechsten tag ging es dann los, 185 $ habe ich hingeblaettert fuer 4h underground und 2 h ueber dem erdboden. zu meinem glueck war ich die einzige teilnehmerin mit dem guide Grag.

irgendwo im hinterland war die station, wo wir erst mal ein paar lagen lange wollunterwaesche, nen anzug und gumboots anlegten, ausserdem gurt und helm. dann gings los irgendwo durch ein kleines loch in eine hoehle rein. die gumboots haben auf dem nassen fels erstaunlich gut gehalten. zwichendurch haben wir uns gesichert, aber die meiste zeit klettert oder kriecht man durch die hoehle und kommt aus dem staunen ueber die stalagniten und stalagtiten und diesen kleinen kristallen nicht mehr raus, naja ich zumindest. teilweise sieht es aus wie eine schneelandschaft. und soooo viele unterschiedliche formationen dort unter der erde, einfach genial. und wenn man dann auch noch dort entlang und durch irgendwelche schachte hinaufklettern kann, da schlaegt mein herz doch am höchsten. an den tropfsteinen und sintern entlang, zwar alles nass, da es aber keine pflanzen oder mikroorganismen dortdrinne gibt, haelt alles bombensicher. bis zu unserem scheitelpunkt sozusagen sind wir downstream durch die hoehle gegangen, dann gab es ein kleines picknick mit cookies und tee. ich habe noch nie zuvor so einen leckeren cookie gegessen, aber ich denke ich war einfach verdammt hungrig. danach gings upstream weiter und es lag in meiner hand den weg hinaus alleine zu finden, der guide blieb ein weilchen hinter mir, wow sag ich euch das war ein megaspass und ich koennte es wieder tun. denn man weiss ja nie, ob man auf diesem weg auch hinauskommt oder es irgendwann wirklich mal so eng wird, das man dort nicht weiterkommt. und wenn man die lampe ausmacht ist es natuerlich stockfinster, also shit happens wenn man dann keine ersatzbatterien dabei hat. ist mir zum glueck nicht passiert.
in so einer situation sollte man natuerlich nicht an ein erdbeben denken ;)
das kann ich jedem nur empfehlen, auch wenn es egtl viel zu teuer ist, also werde ich in zukunft wieder sparen.

seit montag bin ich im tongariro national park und morgen gehts auf zum tongariro crossong, 18-20 km und da werde ich wahrscheinlich 8 h unterwegs sein. die letzten tage hatte es leider geregnet, also habe ich nicht viel gemacht ausser dass ich nass geworden bin. und uebermorgen mache ich den crater-climb auf den hoechsten vulkan neuseelands, ich denke das wird fantastisch.

also bis bald

Freitag, 4. Januar 2008

albany

seit montag bin ich hier in albany bei hinas familie, es ist traumhaft hier und wunderbar, denn so vieles ist wie am anderen ende der welt. strahlender sonnenschein, den ganzen tag fast nix tun, mal etwas puzzlen und vor allem ausnahmslos vorzueglich essen.
albany ist ein vorort von auckland und hier sieht es absolut nicht aus wie in auckland, sehr gruen und viel land drumherum.

den sylvesterabend habe ich relativ ruhig verbracht, wir haben sushi gegessen, das war verdammt lecker und fuer mich das erste mal. sogar mit den staebchen zu essen hat funktioniert, auch wenn es recht krampfig war. zu neunt haben wir gegessen. den das haus hier ist immer voll ;)
in das neue jahr haben wir reingepuzzlt und ich bin um 1 ins bett. an dieser stelle wuensche ich euch allen ein schoenes neues jahr und hoffe ihr habt exessiv gefeiert. in der nacht wurde ich vom hund geweckt, der mit mit schnauze und pfote ins gesicht gepatscht hat.

am montag war ich in rotorua zorben. dabei kugelt man in einer gummikugel den berg hinab und wird sehr nass, denn ausser einem selbst ist da noch wasser in der kugel - quasi wie in der waschmaschine. hoert sich spannend an, ganz so spannend war es aber im endeffekt nicht, viel zu kurz, definitiv nicht steil genug und dafuer viel zu teuer. beim austeigen flutscht man quasi wie bei der geburt mit dem (frucht)wasser aus der kugel raus.

morgen mach ich mich auf den weg weiter nach waitomo, die gemuetlichkeit und bequemlichkeit hatte mich wieder gefangen und ich bin laenger geblieben als egtl geplant, aber ich wuerde es nicht missen wollen, hina, wie gerne haette ich dich hier gehabt.
auch wenn ich bisher vergeblich auf mein paeckchen gewartet habe, bloede post.